Ein visuelles Märchen mit dem Martini-Stielglas
Das Projekt
Dieses Projekt, das die Grenzen zwischen Funktionalität und Kunst auslotet, verwandelt das minimalistische Design von Traga-Gläsern in surreale Landschaften. Jedes Stillleben verbindet organische und künstliche Elemente – Blumen, Früchte und elegante metallische Details – und interpretiert das Glas als Portal zu einer imaginären Welt neu. Inspiriert von der Lovecraft'schen Ästhetik und den zarten, floralen Feinheiten des Jugendstils, greift die Serie diese visuellen Sprachen auf, um Szenen zu schaffen, in denen das Vertraute und das Außergewöhnliche zusammenfließen.
Die Idee hinter dem Projekt war es, das minimalistische und vielseitige Design von Traga-Gläsern neu zu interpretieren und sie zu Protagonisten surrealer visueller Landschaften zu erheben. Diese Kompositionen verschmelzen das unheimliche Geheimnis der Lovecraft'schen Ästhetik mit der anmutigen Schönheit der dekorativen Kunst des Jugendstils. Jedes Bild zelebriert Details, Ausgewogenheit und Storytelling, indem es Elemente natürlichen und künstlichen Designs miteinander verknüpft.
Naturmaterialien wie Orchideen, Blumen und Früchte wurden sorgfältig ausgewählt, um die organischen Linien und die symmetrische Eleganz des Jugendstils hervorzurufen und die visuelle Sprache des Projekts zu erweitern. Gleichzeitig schaffen handgeformte Metalldrähte eine surreale "Vegetation", die sowohl an Lovecraft'sche Tentakel als auch an die geschwungenen Motive des Jugendstils erinnert. Die Beleuchtung spielt eine zentrale Rolle, wobei sorgfältig kontrollierte Glanzlichter und Schatten die Transparenz des Glases und die komplexen Texturen seiner Umgebung betonen und so die ätherische Qualität von Jugendstil-Buntglas hervorrufen.
Durch die Kombination des beunruhigenden Erhabenen der Lovecraft'schen Bildsprache mit der komplexen und organischen Schönheit des Jugendstils schlägt das Projekt eine Brücke zwischen Minimalismus und Dekoration. Jedes Stillleben verwandelt das Gewöhnliche in das Außergewöhnliche und präsentiert das Glas als Symbol der Verbindung zwischen Funktionalität und künstlerischer Vorstellungskraft.
Der Fotograf
Bianca Polimeno ist Stilllebenfotografin mit einem fundierten akademischen Hintergrund in zeitgenössischer Kunstsemiotik, Kunstgeschichte und Film. Von ihrer ersten Einzelausstellung mit nur 16 Jahren bis zu ihrer Entscheidung, sich nach dem Studium ganz der Fotografie zu widmen, interpretiert sie Alltagsgegenstände und Produkte als kühne visuelle Geschichten neu, die die Grenze zwischen Realität und Vorstellungskraft verwischen.








